Nachruf Willi Wolf

 

Am Sonntagabend verstarb der ehemalige SPD Bundestagsabgeordnete Willi Wolf im Alter von 83 Jahren. Noch am Freitag nahm er an der Jubiläumsfeier des Landkreises Emsland teil, dem er seit seiner Gründung bis 1996 angehörte.

Der gelernte Bergmann und später hauptberufliche Gewerkschaftssekretär der IG Bergbau Energie rückte 1963 für den verstorbenen Erich Ollenhauer in den Bundestag ein. 13 Jahre, bis 1976, vertrat Willi Wolf das Emsland im Deutschen Bundestag. Sein Schwerpunkt war, was heute kaum noch jemand weiß, der Landwirtschaftsausschuss. Stolz erzählte er immer, dass Sozialdemokraten die landwirtschaftliche Altersversicherung eingeführt haben.

Willi Wolf war ein engagierter Gewerkschafter und Sozialdemokrat. Insgesamt 33 Jahre Kommunalpolitik kennzeichnen seine politische Arbeit. Als Mitglied des Rates der Stadt Lingen, als Kreistagsabgeordneter im Altkreis Lingen, im Interimskreistag und ab 1977 – 1996 als Mitglied des Kreistages des Landkreises Emsland lag Willi Wolf die Entwicklung des Emslandes besonders am Herzen. Für seine politische Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Er erhielt das Bundesverdienstkreuz, wurde Ehrenratsherr der Stadt Lingen und im letzten Jahr wurde ihm die Emslandmedaille verliehen.

Privat war Willi Wolf ein sehr geselliger Mensch. Er wollte immer gerne Schauspieler werden und rezitierte gekonnt aus Schillers Wilhelm Tell. Die Schauspielerei ließen seine Eltern nicht zu – so wurde er Bergmann.

Der Sozialdemokrat Willi Wolf war ein engagierter Politiker, der als Bundestagsabgeordneter und Kommunalpolitiker sich stets für die Belange und die Menschen des Emslandes einsetzte.

 

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Selbstverständlich beachten wir die Vorschriften des Datenschutzes.
Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.