Antrag für Betreuung älterer und hochbetagter Menschen
Antrag für die Kreistagssitzung am 12.2.2007
Die SPD Fraktion beantragt im Rahmen der Haushaltsberatung und beschlussfassung mit Mitteln aus dem laufenden Verwaltungshaushalt ein Konzept zu entwickeln zur
Betreuung älterer und hochbetagter Menschen
Seniorenbegleiter
Am 30.6.2006 wurde der Kongress Mehr Lebensqualität im Alter durchgeführt. Entsprechende Umsetzungsprojekte fehlen bisher.
Der größte Wunsch der älteren Menschen ist es, weiter aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Die größte Angst haben ältere Menschen vor Einsamkeit, Isolation und sozialer Ausgrenzung. Da Familienstrukturen, bei denen 2 oder 3 Generationen unter einem Dach oder in räumlicher Nähe wohnen und arbeiten immer seltener werden, können Familienangehörige den älteren Menschen immer weniger Hilfe und Unterstützung gewähren.
Die vorhandenen Angebotsstrukturen orientieren sich im wesentlichen an dem Symptomen von Pflegebedürftigkeit und den damit verbundenen Defiziten. Um Pflegebedürftigkeit möglichst lange hinauszuzögern sind Präventionsprojekte im Bereich Gesundheits- und Aktivitätsförderung, Bildung sowie Maßnahmen zur sozialen Integration zu initiieren. Es fehlen:
- niedrigschwellige Betreuungsangebote
- ein Angebot an haushaltsnahen Dienstleistungen
- Wohnberatung
- Eine Koordinierungsstelle zum Aufbau eines Netzwerkes über seniorengerechte Angebote
Ein erster Schritt könnten Qualifizierungsmaßnahmen für Seniorenbegleiter sein (in Anlehnung an die Ausbildung für Tagesmütter). Entsprechende Programme wurden u.a. von der ländlichen Erwachsenenbildung in Zusammenarbeit mit den Landfrauen in anderen Landkreisen durchgeführt. Der Einsatz passgenau qualifizierter Seniorenbegleiter könnte z.B. im Haushalt und aktiv bei der Förderung der Teilhabe an Gemeinschafts-, Sport- oder Fitnessaktivitäten erfolgen.
Eine weitere wichtige Maßnahme ist der Aufbau einer Wohnberatung. Einfache Umbauarbeiten und Hilfsmittel ermöglichen älteren Menschen einen längeren Verbleib in ihrem Haus, in ihrer Wohnung.
Die hier beispielhaft aufgeführten Maßnahmen verhindern soziale Isolation, stabilisieren den physischen und psychischen Zustand des älteren Menschen und verzögern Pflegebedürftigkeit und letztendlich eine Heimunterbringung. Die Kosten für präventive Maßnahmen dürften um ein Vielfaches kostengünstiger sein als der Bau von Pflegeplätzen und die stationäre Heimunterbringung.













